• Meine Abenteuer,  RADgeber

    Wintertraining- Cyclocross

    Der Cyclocrosser- Das Fitnessgerät für den Winter! Ausdauereinheiten oder doch ein abwechslungsreiches Fahrtenspiel: 

    Spaß ist garantiert!

    Lange und nie enden-wollende Ausdauereinheiten auf der Rolle? Ja, so fühlt sich das für mich an. Es macht mir einfach keinen Spaß stundenlang in meinen eigenen vier Wänden zu hocken, meinen Boden und mein Rad voll zu schwitzen.
    Ein passende alternative zu Skitouren und Laufen musste her!
    Nach langer Überlegung wie ich mich fit durch den Winter bringen konnte, fiel die Wahl auf mein neues heißgeliebtes Fitnessgerät: Der Cyclocrosser!

    Ja, richtig gelesen: Fitnessgerät! Ich nutze meine Rad auf der einen Seite für lange Ausdauereinheiten im GA1 Bereich und High Intensity über Stock und Stein im Gelände! Geht das? Und wie!

    Aber lass mich mal kurz zurückspulen:
    Nach längerer Beratung und Internetrecherche habe ich mich für ein Stevens Gavere entschieden. Ein kostengünstiges Rad, um nicht bei jeder Ausfahrt Angst haben zu müssen, dass mir das Rad unter meinen Allerwertesten weg rostet.
    Ja, klar: Salz und Rad sind eine gefährliche Kombination und ich würde !niemals! im Winter bei nasser Straße mein Rennrad auf der frischen Luft chauffieren.
    Aber da mein Crosser nicht meinen finanziellen Rahmen gesprengt hat und ich das Rad genau für diesen Zweck nutzen möchte, drück ich doch nochmal ein Auge zu 😉
    Ich denke ich kann es verschmerzen, wenn sich eventuell in der nächsten Saison ein kleines Rostfleckerl gebildet hat. Narben sind ja da, um präsentiert und mit Stolz getragen zu werden, oder etwa nicht?

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    Ausdauer Fahrten vs Fahrtenspiel

    Mein Fitnessgerät möchte wie es in seiner Natur liegt, auch dementsprechend herausgefordert werden, daher ergeben sich für mich zwei sinnvolle Optionen mein Radl anzutreiben.

    Grundlagentraining, im Winter werden die Weichen für den Sommer gestellt

    Das erstere sind lange Ausdauereinheiten. Hier rede ich von flachen Touren mit gemäßigtem Tempo. Lang ist natürlich immer reine Interpretationssache, um für Dich etwas konkreter zu werden: Für mich bedeutet es 2 bis 5 Stunden an der frischen Luft sein. Gemütlich, die Natur und Umgebung wahrnehmen und den Kopf abschalten!
    Und für jenige die es noch genauer Wissen möchten: Mein Trainingsbereich befindet sich 60% bis max 75% der maximalen Herzfrequenz, also GA1
    Ich habe den Luxus im Rheintal Leben zu dürfen, hier befinden sich viele flache Wege mit traumhafter Umgebung. Es wird mir hier sehr leicht gemacht, tolle Straßen zu finden und immer wieder neue Ecken zu entdecken. Aber ich denke, jeder findet in seiner Umgebung das passende Terrain.

    Fahrtenspiel- Play the Game

    Wer mich kennt, weiß das ich meist Hummeln im Hintern habe. Ich liebe es, wenn mein Puls in die Höhe schnellt, das Adrenalin meinen Körper durchströmt und ich mich voll und ganz auf meinen Körper und die Atmung konzentrieren muss.

    Hallo, hallo Fahrtenspiel!
    Klar, Fahrtenspiel impliziert schon das Wort ins sich: Es bedeutet Spaß! Das schöne bei dieser Trainingsform: Es gibt keinen fixen Plan.
    Der große Unterschied zum Intervalltraining, dass ich die Intensität und Dauer selbst bestimme, je nach Lust und Laune!
    Erblicke ich im Gelände zum Beispiel einen Anstieg heißt es für mich: Raus aus den Sattel und rein in die Pedale. Danach nehme ich den Druck wieder raus und radle trotzdem mit guten Zug auf der Kette weiter. Das Fahrtenspiel ermöglicht mir unendlich viele Kombinationen: Hohe Trittfrequenz, mit schmackes in die Pedale oder auch explosive “Zielsprints”. Kurz gesagt: Abwechslungsreich und macht richtig Spaß!
    Die Dauer beträgt bei mir meisten 1 Stunde bis max 2 Stunden und lässt sich so super im Alltag integrieren. Für jenige die es noch genauer Wissen möchten: Bei mir sind durchaus Spitzen im kritischen Bereich dabei 😉 GA1 bis Spitzenbereich, abwechslungsreich ist es auf alle Fälle!

    Krank war gestern!

    Für beide Trainingsvarianten gilt für mich im Winter: Kühle niemals aus! Verschwitzt mit rosaroten Wangen ausrollen- Niemals!
    Dein Körper wird es dir Danken und sag Adè zur Erkältung! Wenn Du immer darauf achtest, dass du dich ausreichend aufwärmst und deine Kleidung der Temperatur anpasst, sehe ich überhaupt kein Problem im Winter zu radeln. Meine Lunge mag Minustemperaturen nicht so gern: Ich atme vorwiegend über die Nase ein und über den Mund aus, der Schlauchschal dient mir als Gesicht und Atemschutz. Damit ich auch ausreichend trinke, habe ich mir angewöhnt alle 10 Minuten zu meiner Trinkflasche zu greifen, um mir eine kleinen Schluck zu gönnen. Na, dann Prost 🙂

    Nach jeder Ausfahrt gilt: Versorge zuerst Dich und dann dein geliebtes Rad! Zieh die verschwitzten Klamotten sofort aus, stell dich unter die heiße Dusche und schlüpfe danach in deine Flanellhose! Warm und gut erholt, kannst du dich jetzt um deinen Drahtesel kümmern. Ich versuche zumindest nach jeder Ausfahrt mein Radl zu hegen und pflegen. Salz, Schlamm und Nässe sind dann nicht ganz zu unterschätzen!
    Das Rad habe ich zwar für diesen Zweck, aber ich hätte ja dann noch gerne länger meine Freude daran.

    Hier eine Übersicht meiner Klamotten bis max -5 Grad:

     # Stirnband
     # Retroradkapperl
     # Schlauchschal
     # Lange Thermounterwäsche (die klassische Schiunterwäsche)
     # Langärmeliges Trikot
     # Weste mit integrierter Wind-Stoppfunktion
     # Neopren Laufhose (hab leider noch keine lange Radhose)
     # Rennradhose mit Trägern
     # Socken aus Merinowolle
     # Überschuhe aus Neopren

     

     
    Und, nun auch motiviert? Warm eingepackt und mit einem Lachen im Gesicht, bin ich dann mal draußen und jage meine Bärbel über Stock und Stein!
     
    Velolove Anna-Maria
    "Noch kein Fitnessgerät? Dann ab zu meinem RAD-geber!"
  • RADgeber

    Cyclocross oder Gravelbike

    Was ist der Unterschied? Wie nötig sind mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen oder welche Rolle das Gewicht oder die Rahmengeometrie spielt!

    Warum ich mich für ein Cyclocross Rad entschieden habe!

    Für den langfristigen Plan bei einem Ultra-Radrennen teilzunehmen, reicht es leider nicht nur aus, euphorisch und motiviert zu sein. Nein, vielmehr für mich die passende Methode zu finden, gut trainiert durch den Winter zu kommen und Spaß am Training zu haben.

    Vom Typ Mensch zähle ich leider nicht zur Gattung: “Stupide Ausdauereinheiten” auf der Rolle, deswegen suchte ich nach einer sinnvollen Alternative.

    Die Entscheidung ist für mich ganz klar und stellt eine super Ergänzung zu Skitouren, Intervalltraining auf der Rolle und Laufen da:

    Hello Nature, hello Cyclocross!

    Wusstet ihr eigentlich, dass Cyclocross einfach nur neu aufflammt? Cyclocrosser sind stinknormale Querfeldeinräder. Ambitionierte Rennradfahrer tauschten in den 20iger einfach die schmalen Reifen und die Bremsen, um auch im Winter bzw Forststraßen fahren zu können. In den 60igern und 70igern erlebte Cyclocross so richtig an Fahrtwind. Rennen wurden in der Radszene etabliert, die Räder weiterentwickelt und spezialisiert und der Boom ging so richtig los!

    Nun 50 Jahre später: Der Markt ist riesig, die Auswahl schier unüberschaubar. Eine neue Ära ist geboren! Ähmmm, oder doch wohl eher wiederentdeckt.

    Aber genug von mir und meinen Ausflug in die Geschichte, jetzt geht es mal um die Wahl des richtigen fahrbaren Untersatzes:
    Cyclocross oder Gravelbike?

    “Draußen sein und einfach die Natur genießen!

    Was ist der Unterschied und welches Rad passt perfekt zu Dir?

    Streng genommen gibt es nur einen kleinen aber feinen Unterschied. Der Cyclocrosser ist in erster Linie ein Rad für den Einsatz bei Rennen. Die Geometrie ist aggressiv, schnittig und für kurze, aber knackige Strecken perfekt geeignet. Die Vorkehrungen für das Reisegepäck ist bei den meisten nicht vorhanden, dass man zur altbewährten Methode der Satteltasche und Lenkertasche zurückgreifen muss.
    Das Gravelbike hingegen hat eine komfortable Geometrie und ist für den Einsatz für lange Radreisen gedacht. Es besteht hier die Möglichkeit, relativ einfach einen Taschenaufbau anzubringen. Deine Sitzposition ist eher aufrechter, um bei Deinen Radreisen in aller Ruhe die Gegend erkunden zu können.
    Also du siehst, der Unterschied ist sehr gering. Egal ob es ein Crosser wird oder doch das Gravelbike: Radfahren und Reisen kann man definitiv mit beiden 😉

    Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welches Rad wohl am besten zu mir passen würde. Die Wahl fiel auf ein Cyclocross Rad- mein Gavere von Stevens.

    Folgende Punkte solltest du in deine Überlegungen einbeziehen:

     # Vorkehrungen für Taschenaufbau
     # Mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen
     # Gewicht
     # Rahmengeometrie, passend für deine Körpergröße

    “Groß, klein, dick oder dünn! Für jeden gibt es ein passendes Radl!”

    Was sind nun mechanische bzw hydraulische Scheibenbremsen, Unterschiede?

    Auf den ersten Blick sehen beide Systeme sehr ähnlich aus, aber der Lösungsansatz für das Bremsverhalten unterscheiden sich gravierend!
    Mechanische Scheibenbremsen sind von der Funktion sehr ähnlich der klassischen Felgenbremse. Durch betätigen der Bremshebel drückt man über den Bowdenzug -auf Deutsch das “Bremskabl”- den Kolben auf den Bremssattel. Am Bremssattel befinden sich die Bremsbeläge, deine Geschwindigkeit reduziert sich somit mechanisch. Eh logisch, oder?
    Der große Nachteil an mechanischen Scheibenbremsen ist natürlich, dass es zu einer Überhitzung kommen kann. Positive Aspekte sind auf alle Fälle ,dass diese Lösung kaum Wartung verlangt und auch die günstigere Variante ist.
    Hydraulische Scheibenbremsen reduzieren deine Geschwindigkeit leichter und lassen sich besser dosieren. Abrupte Bremsmanöver und Dauerbremsen stecken sie locker weg, da die Bremswirkung, sprich Reibung, nicht mechanisch sondern über die Bremsflüssigkeit erzielt wird. Nicht allzu lässig, aber kann ja mal passieren, ist wenn die Bremse repariert werden soll. Dazu muss die Bremse entweder entlüftet oder die Flüssigkeit komplett getauscht werden. Wer so wie ich nur ein begrenztes handwerkliches Geschick besitzt, ist bei Fachmann seines Vertrauens sicher besser beraten.
    Also du siehst: Wenn Geld keine Rolle spielt und Du ein top Rad möchtest, würde ich zu hydraulischen Bremse tendieren. Für mich persönlich reichte nach vielen Hin und Her die mechanische Bremse. Bin ja sehr bescheiden 😉

    Das leidige Thema: Das Gewicht, es ist ja doch immer zuviel!

    Die Überlegung bezüglich des Gewichts ging ich sehr pragmatisch an: Habe ich vor ein Star zu werden oder pfeif ich auf das halbe Kilogramm, das den Preis drastisch in die Höhe treibt. Letztendlich handelt sich um eine halbe Trinkflasche, die man mehr schleppen muss 😉
    Für mich persönlich spielt das Gewicht keine allzu große Rolle, da ich mir denke: Lieber beim Crosser mit schmackes in die Pedale treten und dafür im Frühjahr das Gefühl am Rennrad zu haben: Whoop, whoop- ich fliege.

    Groß oder Klein, passen muss es!

    Natürlich spielt die Rahmengeometrie bzw Rahmengröße eine wesentliche Rolle, ob du dich am Rad wohlfühlst. Keine lästiges Zwicken und Zwacken im Schultergürtel, Rücken oder im Knie sollten deine abenteuerlichen Ausfahrten behindern.
    Um die richtige Rahmengröße zu ermitteln gibt es 2 Varianten: Du gehst zum Fachmann deines Vertrauens, der sich mit Maßband bewaffnet und dich richtig vermisst. Oder die zweitere Variante: Du machst es in deinen eigenen vier Wänden und suchst dir Hilfe, da es alleine nicht wirklich gut klappt. Und Ja,.. ich hab es ausprobiert,… und war reine Zeitverschwendung.
    Achtung! Jeder Hersteller hat eine andere Geometrie, das heißt wenn du bei einem Hersteller die Rahmengröße 50 benötigst, kann es sein das es bei einem anderen ein 52er ist!
    Leider bin ich etwas klein geraten und entspreche offensichtlich nicht ganz der Hersteller Norm. Das schränkt die Auswahl erheblich ein.
    Hast du eine “Standard Größe”? Perfekt, deine Auswahl wird großartig sein, die Qual der Wahl!
    Ich finde fast alle Hersteller bieten zu vernünftigen Preisen tolle Räder an.

     

     

     

    “Über Stock und Stein den Crosser durchs Gelände jagen und einfach Spaß an der Ausfahrt haben”

    frem

    Deswegen fiel meine Wahl auf das Stevens Gavere:
     # Perfekte Rahmengeometrie
     # Gutes Preis-Leistungsverhältnis für meine Abenteuer
     # Gewicht akzeptabel
     # Lackierung ganz nach meinem Geschmack

    Es ist “piep schnurz egal” für welches Rad du dich entscheidest. Es gibt nicht das einzig Wahre und Richtige! Vielmehr geht es darum einen Drahtesel zu finden, der perfekt auf Dich passt und alle Deine Abenteuer mitmacht!
    Flott, rasant oder doch gemütlich über Stock und Stein- Jeder Popo findet das passende Rad!

    Linksammlung der Hersteller, die ich genauer unter die Lupe genommen habe:
    Stevens, Fuji, Cube, Canyon, Simplon, Bmc

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen Überblick verschaffen. Vielleicht begegnet man sich ja mal irgendwo im Wald, wenn wir über Stock und Stein unsere Crosser durch das Gelände jagen!
    Velolove

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