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Ernährung- Hungerast war gestern!

Ich bin ein Hobbysportler mit einem Hang zum Perfektionismus. Selbstvorwürfe wie “hätte, täte, wäre” möchte ich vermeiden. Beim Racearoundaustria im Ziel stehen, mit den Nerven am Ende sein und dann noch ein schlechtes Gewissen haben, ich hätte mehr geben können, kommt für mich nicht in Frage!
Ich möchte sagen können: Ich habe alles gegeben und die Vorbereitung so gezielt umgesetzt, dass ich das Maximum aus mir rausgeholt habe!
Klingt das nach Dir? Dann bist Du hier genau Richtig!

Für die Vorbereitungen bei einem Ultraradrennen zählt nicht nur die Wadlpower zu pushen, mental sich darauf vorzubereiten, nein vielmehr das Gesamtpaket aus all den kleinen Rädchen an denen man drehen kann.
Eines dieser Rädchen ist definitiv die Ernährung! Offenkundig bin nicht der größte Fan von Nahrungsergänzungsmittel und lasse mich ungern von all den Mythen einwickeln.
Ich bin jemand, der es schon etwas genauer Wissen möchte.

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Hungerast! Kommt Dir das bekannt vor?”

Deshalb habe ich mir professionelle Hilfe gesucht und bin davon überzeugt, dass ich mit Daniel Keckeis einen Ernährungswissenschaftler gefunden habe, der auf meiner Wellenlänge schwimmt.
Wir haben uns entschlossen Euch auch daran teilhaben zu lassen, damit ihr nicht so wie ich zuerst mal im drüben fischen müsst und noch auf einer dieser Mythen reinfällt!
Unsere Beitragsreihe (Und ja, es wird noch mehr von uns zu lesen geben!) sollte Dir einen Überblick verschaffen. Möchtest es noch genauer Wissen? Dann empfehle ich Dir einen Ernährungswissenschaftler (Daniel Keckeis) zu suchen, der auch Sport betreibt und sich in Deine Lage versetzen kann!

Jetzt genug mit dem Blabla und all dem Geschwafel jetzt mal zu den Fakten!

Müssen den Hobbysportler überhaupt bewusst auf die Ernährung achten?

Wie in allen Dingen im Leben kommt es immer darauf an, wie intensiv man etwas betreibt! Radelt man gemütlich nach der Arbeit noch eine kleine Runde oder hat man vor bei einem großen Rennen am Start zu stehen und Bestleistungen abzurufen?
Grundsätzlich gilt: Desto mehr Sport, umso mehr muss man dem Körper wieder zuführen! Die Krux an der ganzen Sache ist: Oftmals stimmt das Verhältnis zwischen Nährstoffverwertung und Wiederaufnahme nicht.
Das Wissen wie viel Dein Körper grundsätzlich benötigt, lässt sich relativ schnell ermitteln. Damit ergibt sich automatisch wie viel man nach, während oder vor einer Trainingseinheit wieder zuführen sollte. Je nach Trainingsform zum Beispiel 6 Stunden Ausdauer Fahrt oder kurze, knackige Intervalle, braucht der Körper etwas anderes!

Zuwenig in die Futterluke, wann sollte man spätestens den Weg zu einem Profi suchen?
Die Auswirkungen für eine Mangelernährung können gravierend sein! Es reicht von den klassischen Symptomen wie müde, matt und abgeschlagen, Leistungseinbußen und Motivationstiefs bis hin zu Abnahme von der Knochendichte. Für die Frauen unter uns: Die Mangelernährung betrifft natürlich auch unseren Hormonhaushalt und kann zu einer Dysbalance im Zyklus führen. Das sind ein paar der Auswirkungen und die Mangelernährung kann unseren Körper noch negativer beeinflussen!
Also: Futterluke auf und immer etwas rein ins Magerl 😉

Was zum Geier ist ATP?
Die Abkürzung bedeutet: Adenosintriphosphat
Ganz einfach und simpel bedeutet ATP nichts anderes, dass unser Wunderwerk, die Zelle, Energie freisetzt. Egal ob du Denksport, Ausdauersport oder Kraftsport betreibst, ATP benötigen wir um überhaupt lebensfähig zu sein.
Damit der Körper ständig ATP produziert und wir fit wie ein Duracell-Häschen bleiben ist es notwendig dem Körper Energie über unsere Nahrung zuzuführen.
Durch das ausgeklügelte Zellsystem entsteht das ATP. Enzyme spalten dieses dann auf und es entsteht das sogenannte ADP. Dabei wird Energie von Form von Wärme freigegeben, die wir für unsere Wadlpower benötigen! Und weil unser Körper kein Verschwender ist, beginnt der Kreislauf wieder von vorne!
Also: Push the Limit und lassen wir der Energie freien Lauf!

Energie freien Lauf lassen und dem Körper den richtigen Zündstoff bieten!
Nur mit dem passenden Zündstoff kann man die Muskulatur und den Körper zu Höchstleistungen anspornen. Das Ziel von einem Trainingsplan und auch Ernährungsplan ist, das der Körper bei Belastung die Energie aus dem richtigen Depot bezieht. Hat der Schweiß mal richtig in der Nase gestochen und spontan ist Dir Ammoniak in den Sinn gekommen? Dann war die Belastung zu groß und der Körper hat Aminosäuren verbrennt. Garnicht nicht gut, da die Muskelzellen mit ziemlicher Sicherheit dabei zu Grunde gehen werden!
Man versucht bei Ausdauereinheiten immer den Körper dazu ermutigen aus den Fettdepots Energie zu beziehen. Alles was darüber hinausgeht wird durch die “schnellen Kohlenhydrate” ausgeglichen. Das kannte jeder schon mal: der rettende Müsliriegel bevor uns der Hammer holt!
Anspornen können wir unseren Körper das wir viel im Grundlagenbereich trainieren, da hier automatisch das Fettdepot verwendet wird und das Hüftgold wird gleich so dahin schmelzen.
Bei Intervallen darf man dem Körper auch ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung stellen! Vor und nach dem Training, Yihaa Pastaparty!

Der Mythos um das Nüchterntraining
Intervalle am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen? Nicht ganz richtig.
Nüchtern trainieren, kann man machen. Aber grundsätzlich ist es nicht zielführend mit hohen Reizen zu trainieren, da hier wiederum das falsche Depot angegriffen wird. Man laugt seinen Körper einfach nur dramatisch aus!
Sinnvoll hingegen eine lange Ausdauereinheit und danach gemütlich frühstücken! Und wer kann schon etwas gegen eine Eierspeise mit einem guten Schuss Kernöl einwenden?

Das Große und Ganze
Da ich mich schon vor längeren Zeit dazu entschieden habe meine Ernährung zu 100% regional und saisonal umzusetzen (außer meinen heißgeliebten Tasse Kaffee), tue ich mir sehr schwer damit zusätzlich Präparate einzunehmen. Daniel hat für mich das passende Paket geschnürt, damit ich meiner Linie auch treu bleiben kann. Prinzipiell kann ich mit meinem grundsätzlichen Ernährungsstil nichts falsch machen, aber in gewissen Bereichen kann ich hier noch einiges optimieren.

Das Leben ist wie eine Torte: eingeteilt in Tortenstücken:

Der Hauptteil der Torte ist meine alltägliche Ernährung.
Ein kleinerer Anteil ist eine erhöhte Zufuhr an Kohlenhydrate (Riegel, Shakes und Co) vor, während und nach dem Sport
und ein ganz kleines Stück der Torte sind Supplemente (Ergänzungsmittel) die ich mit meiner “normalen” Ernährung nicht mehr abdecken kann. Konkret reden wir hier von Magnesium, Kalium, Eisen und andere Mineral- und Spurenelemente.

 

Welche Supplemente Sinn machen und wie ich dazu stehe…. Read you soon!

Tipps vom Profi kannst Du Dir hier holen:

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