• Foto: Sven Pfister
    RADgeber

    Wellness für die Wadl

    Ziehen und Zwacken? Was du gegen einen Muskelkater tun kannst! Dein Wellness Programm für Deine Wadl

    “Buhh, hob i Spotzen!”(österreichischer Ausdruck für Muskelkater) Es hatte jeder schon mal das Vergnügen einen unglaublichen Muskelkater zu erleben. Wenn bei jeder Bewegung das Gestell ächzt und quietscht, das brennen in den Muskeln nur noch durch tiefes Einatmen und Ausatmen ablenken kann, dann reden wir hier von einem ausgewachsenen Muskelkater. 

    Hier kannst Du nachlesen, was ich gegen das lästige Ziehen und Zwicken bei meinen Klappergestell mache! 

    Wie entsteht der Muskelkater?

    Bevor es mit meinen Tipps losgeht, sollte man natürlich wissen was ein Muskelkater ist.

    Durch übereifriges Training und zu hohen Trainingsreizen oder ungewohnten Bewegungen entstehen in der Muskulatur, streng genommen in der Muskelfaser, Mikroeinrisse. Diese Einrisse sind “Mini-Verletzungen” und verursachen Entzündungen im Muskel. Durch die Entzündung wird vermehrt Wasser ins Gewebe gespült und lassen so den Muskel anschwellen. Durch die Spannung im Muskel bzw Faszien entstehen die Schmerzen. Früher dachte man, dass der Muskelkater durch eine Übersäuerung (zu viel Laktat) entsteht. Man ist sich aber einig geworden, dass es die Mikro Einrisse sind,  die unsere Muskulatur brennen lassen. 

    “Ein Kaltstart ist immer zu vermeiden! Aufwärmen und Dehnen sind das A und O!

    Warum heißt es Muskelkater?

    Der Begriff hat nichts mit dem schnurrenden Kätzchen am Hut. Auch wenn man es sich verleiten lassen könnte und sagen würde: “Der Muskel schnurrt wie eine Kätzchen” Es ist ein totaler Humbug, denn der Begriff leitet sich von Katarrh ab.

    Der Begriff Katarrh wird bei Entzündungen der Schleimhaut, vorwiegend Atmungsorganen verwendet. Wie bei einer Erkältung! Lustig, oder?

    Unsere Muskeln haben sich verkühlt! Hatschiiii! 

    Weniger ist manchmal doch mehr!

    Um einen Kater zu vermeiden steht natürlich an oberste Stelle: Weniger ist mehr! Übertriebene Reize sollte man sich einfach sparen. Schließlich sind wir Hobbysportler! 

    Aber…. Du und Ich wir wissen wie schnell die Motivation überschwappt und wir doch mehr unseren Körper zumuten. Diesen Stich pedaliere ich auch noch mit 8000 Watt hinauf oder diesen Rennradler überhole ich jetzt auch noch und Zack schon ist es passiert! Umsonst war es natürlich nicht, da bei jedem Reiz, den wir in unserer Muskulatur setzen, der Muskel Stärker wird! Wichtig ist es gezielte Reize zu setzen und seinen Körper auch danach regenerative Phasen zu gönnen.

    Regeneration-Ausfahrten

    Ich persönlich kann selten meine Beine still halten, deswegen bevorzuge ich meine gespannten Wadl bei gemütlichen Ausfahrten zu lockern. Vorzugsweise beim Cyclocrossen. Wenn ich über Stock und Stein sause, werd ich gleich ordentlich durchgeschüttelt – Massage oder Wadllockerung inklusive 😉

    Ich achte darauf, ohne Druck zu pedalieren und die Umdrehungen konstant gemütlich zu halten. Die Herzfrequenz liegt hier im unteren Bereich (Kompensationsbereich). 

    Ganz nach dem Motto “Happy Madl- Happy Wadl”

    “Egal ob Oma`s Geheimsalbe oder doch von der Apotheke, Hauptsache schmieren!”

    Foto: Pfister Sven

    Ich habe eine Ausbildung als Heilmasseurin und von daher kann ich nur empfehlen: Schmieren, schmieren, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Wenn man keinen Masseur oder guten Freund zur Hand hat, kann mich sich auch wunderbar selbst verwöhnen! 

    Mit deiner Lieblingsschmier kannst du wunderbar die Muskeln ausstreifen und lockern und dabei nimmt die Haut noch die Inhaltsstoffe auf! 

     

    Ich benutze “Diana mit Menthol”, nicht nur dass ich mich dabei wie die Göttin der Jagd fühle, sondern sie duftet herrlich und die Inhaltsstoffe sind perfekt für meine strapazierten Wadl.

     

    Menthol sorgt nicht nur für frischen Atem, sondern wirkt auch:



    • schmerzstillend
    • kühlend
    • durchblutungsfördernd
    • juckreizlindernd

    Ab in die Wanne!

    Wahre Wunder bewirkt auch ein heißes Bad in deinem Wellnesstempel. Mit Badezusätzen wie Rosmarin, Kampfer, Teufelskralle, Lavendel oder Eukalyptus kannst du noch zusätzlich für Entspannung sorgen. Dein Körper wird sich entspannen, die Blutgefäße erweitern sich und Du kannst wieder entspannt durchatmen und deine Muskeln regenerieren wie von Selbst!

    Der Pfarrer Kneipp wusste schon damals wie großartig Wechselbäder sind!

    Alter Hut? Definitiv nicht! 

    Ich bin ein großer Fan von Kneipp’schen Güssen. Egal ob als frische Kick, Aufwachhilfe oder ob ich mein Herz-Kreislaufsystem anregen will, die Güsse kosten nichts und sind extrem effektiv! 

    Bei Wechsel oder Kaltgüssen achte darauf, dass die Temperatur richtig abgestimmt ist und Du bei Kaltgüssen nicht zu lange “frostest”. Die Temperatur befindet sich von 10-12 Grad bis maximal 40 Grad! Achte darauf dass der Wasserdruck wirklich nur einen Guss erzeugt und nicht zuviel Druck auf das Gewebe ausübt!

    Kneippen ist Gesund für Jung und Alt!

    Das weiße Wunderpulver beschleunigt die Heilung deiner Muskelfasern! Die Mineralstoffe Magnesium und Kalzium sind maßgeblich bei der Energiebereitstellung deine Zelle beteiligt. Damit Muskeln überhaupt kontrahieren können, braucht es nun mal die Wunderwaffe! Bei übermäßigen Sport und ausdauernden Trainingseinheiten ist es notwendig deinem Körper ausreichend Mineralstoffe bereitzustellen.

    Ob über die Ernährung, Kapseln oder Pulver: Hilfts nicht, schadet es auch nicht.

     

    Viel Spaß bei deinem Training und sag Adè zu Muskelkater! 

    dav
    "Beitrag mit Unterstützung von Diana mit Menthol"
  • RADgeber

    Ernährung- Hungerast war gestern!

    Ich bin ein Hobbysportler mit einem Hang zum Perfektionismus. Selbstvorwürfe wie “hätte, täte, wäre” möchte ich vermeiden. Beim Racearoundaustria im Ziel stehen, mit den Nerven am Ende sein und dann noch ein schlechtes Gewissen haben, ich hätte mehr geben können, kommt für mich nicht in Frage!
    Ich möchte sagen können: Ich habe alles gegeben und die Vorbereitung so gezielt umgesetzt, dass ich das Maximum aus mir rausgeholt habe!
    Klingt das nach Dir? Dann bist Du hier genau Richtig!

    Für die Vorbereitungen bei einem Ultraradrennen zählt nicht nur die Wadlpower zu pushen, mental sich darauf vorzubereiten, nein vielmehr das Gesamtpaket aus all den kleinen Rädchen an denen man drehen kann.
    Eines dieser Rädchen ist definitiv die Ernährung! Offenkundig bin nicht der größte Fan von Nahrungsergänzungsmittel und lasse mich ungern von all den Mythen einwickeln.
    Ich bin jemand, der es schon etwas genauer Wissen möchte.

    IMG_20180701_120655

    Hungerast! Kommt Dir das bekannt vor?”

    Deshalb habe ich mir professionelle Hilfe gesucht und bin davon überzeugt, dass ich mit Daniel Keckeis einen Ernährungswissenschaftler gefunden habe, der auf meiner Wellenlänge schwimmt.
    Wir haben uns entschlossen Euch auch daran teilhaben zu lassen, damit ihr nicht so wie ich zuerst mal im drüben fischen müsst und noch auf einer dieser Mythen reinfällt!
    Unsere Beitragsreihe (Und ja, es wird noch mehr von uns zu lesen geben!) sollte Dir einen Überblick verschaffen. Möchtest es noch genauer Wissen? Dann empfehle ich Dir einen Ernährungswissenschaftler (Daniel Keckeis) zu suchen, der auch Sport betreibt und sich in Deine Lage versetzen kann!

    Jetzt genug mit dem Blabla und all dem Geschwafel jetzt mal zu den Fakten!

    Müssen den Hobbysportler überhaupt bewusst auf die Ernährung achten?

    Wie in allen Dingen im Leben kommt es immer darauf an, wie intensiv man etwas betreibt! Radelt man gemütlich nach der Arbeit noch eine kleine Runde oder hat man vor bei einem großen Rennen am Start zu stehen und Bestleistungen abzurufen?
    Grundsätzlich gilt: Desto mehr Sport, umso mehr muss man dem Körper wieder zuführen! Die Krux an der ganzen Sache ist: Oftmals stimmt das Verhältnis zwischen Nährstoffverwertung und Wiederaufnahme nicht.
    Das Wissen wie viel Dein Körper grundsätzlich benötigt, lässt sich relativ schnell ermitteln. Damit ergibt sich automatisch wie viel man nach, während oder vor einer Trainingseinheit wieder zuführen sollte. Je nach Trainingsform zum Beispiel 6 Stunden Ausdauer Fahrt oder kurze, knackige Intervalle, braucht der Körper etwas anderes!

    Zuwenig in die Futterluke, wann sollte man spätestens den Weg zu einem Profi suchen?
    Die Auswirkungen für eine Mangelernährung können gravierend sein! Es reicht von den klassischen Symptomen wie müde, matt und abgeschlagen, Leistungseinbußen und Motivationstiefs bis hin zu Abnahme von der Knochendichte. Für die Frauen unter uns: Die Mangelernährung betrifft natürlich auch unseren Hormonhaushalt und kann zu einer Dysbalance im Zyklus führen. Das sind ein paar der Auswirkungen und die Mangelernährung kann unseren Körper noch negativer beeinflussen!
    Also: Futterluke auf und immer etwas rein ins Magerl 😉

    Was zum Geier ist ATP?
    Die Abkürzung bedeutet: Adenosintriphosphat
    Ganz einfach und simpel bedeutet ATP nichts anderes, dass unser Wunderwerk, die Zelle, Energie freisetzt. Egal ob du Denksport, Ausdauersport oder Kraftsport betreibst, ATP benötigen wir um überhaupt lebensfähig zu sein.
    Damit der Körper ständig ATP produziert und wir fit wie ein Duracell-Häschen bleiben ist es notwendig dem Körper Energie über unsere Nahrung zuzuführen.
    Durch das ausgeklügelte Zellsystem entsteht das ATP. Enzyme spalten dieses dann auf und es entsteht das sogenannte ADP. Dabei wird Energie von Form von Wärme freigegeben, die wir für unsere Wadlpower benötigen! Und weil unser Körper kein Verschwender ist, beginnt der Kreislauf wieder von vorne!
    Also: Push the Limit und lassen wir der Energie freien Lauf!

    Energie freien Lauf lassen und dem Körper den richtigen Zündstoff bieten!
    Nur mit dem passenden Zündstoff kann man die Muskulatur und den Körper zu Höchstleistungen anspornen. Das Ziel von einem Trainingsplan und auch Ernährungsplan ist, das der Körper bei Belastung die Energie aus dem richtigen Depot bezieht. Hat der Schweiß mal richtig in der Nase gestochen und spontan ist Dir Ammoniak in den Sinn gekommen? Dann war die Belastung zu groß und der Körper hat Aminosäuren verbrennt. Garnicht nicht gut, da die Muskelzellen mit ziemlicher Sicherheit dabei zu Grunde gehen werden!
    Man versucht bei Ausdauereinheiten immer den Körper dazu ermutigen aus den Fettdepots Energie zu beziehen. Alles was darüber hinausgeht wird durch die “schnellen Kohlenhydrate” ausgeglichen. Das kannte jeder schon mal: der rettende Müsliriegel bevor uns der Hammer holt!
    Anspornen können wir unseren Körper das wir viel im Grundlagenbereich trainieren, da hier automatisch das Fettdepot verwendet wird und das Hüftgold wird gleich so dahin schmelzen.
    Bei Intervallen darf man dem Körper auch ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung stellen! Vor und nach dem Training, Yihaa Pastaparty!

    Der Mythos um das Nüchterntraining
    Intervalle am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen? Nicht ganz richtig.
    Nüchtern trainieren, kann man machen. Aber grundsätzlich ist es nicht zielführend mit hohen Reizen zu trainieren, da hier wiederum das falsche Depot angegriffen wird. Man laugt seinen Körper einfach nur dramatisch aus!
    Sinnvoll hingegen eine lange Ausdauereinheit und danach gemütlich frühstücken! Und wer kann schon etwas gegen eine Eierspeise mit einem guten Schuss Kernöl einwenden?

    Das Große und Ganze
    Da ich mich schon vor längeren Zeit dazu entschieden habe meine Ernährung zu 100% regional und saisonal umzusetzen (außer meinen heißgeliebten Tasse Kaffee), tue ich mir sehr schwer damit zusätzlich Präparate einzunehmen. Daniel hat für mich das passende Paket geschnürt, damit ich meiner Linie auch treu bleiben kann. Prinzipiell kann ich mit meinem grundsätzlichen Ernährungsstil nichts falsch machen, aber in gewissen Bereichen kann ich hier noch einiges optimieren.

    Das Leben ist wie eine Torte: eingeteilt in Tortenstücken:

    Der Hauptteil der Torte ist meine alltägliche Ernährung.
    Ein kleinerer Anteil ist eine erhöhte Zufuhr an Kohlenhydrate (Riegel, Shakes und Co) vor, während und nach dem Sport
    und ein ganz kleines Stück der Torte sind Supplemente (Ergänzungsmittel) die ich mit meiner “normalen” Ernährung nicht mehr abdecken kann. Konkret reden wir hier von Magnesium, Kalium, Eisen und andere Mineral- und Spurenelemente.

     

    Welche Supplemente Sinn machen und wie ich dazu stehe…. Read you soon!

    Tipps vom Profi kannst Du Dir hier holen:
  • Meine Abenteuer,  RADgeber

    Wintertraining- Ab geht`s auf die Rolle

    Hier erfährst Du mehr über mein Indoortraining. Warum “Fuck The Pain” mein persönliches Mantra ist und meine zwei Lieblingsvarianten, wenn es um das Thema “Quäl Dich selbst” geht!

    Für mehr Wadlpower!

    Das Surren des Freilaufs, der Klang, wenn die Kette vom kleinen auf das große Kettenblatt springt und die beeindruckende Umgebung und Sonnenstrahlen bis in jede Zelle des Körper zu spüren sind. Genau diese Momente machen Radfahren zu dem was ist: Freiheit und grenzenloses Abenteuer!

     

    Die Abenteuer werden mit der Zeit länger, intensiver und der Anspruch an sich Selbst immer größer! Man beginnt im Kleinen: Ausfahrten um sich an das Rad zu gewöhnen und mit den Klickpedalen vertraut zu werden. Den Moment genießen, wenn man das erste mal im Pulk eine große Runde dreht und schon ist man infiziert. Radfahren wird so wichtig, wie die Luft zum Atmen! Man befasst sich mit Zahlen und Fakten. Beleuchtet nach jeder Ausfahrt die Werte etwas genauer. Puls, Trittfrequenz und Wattzahlen und der Ehrgeiz ist entfesselt.

    Ziemlich genau so ist es mir ergangen! Natürlich bin ich noch immer ein und dieselbe Person, die das Leben im Hier und Jetzt genießt und sich auch gerne mal von der inneren Uhr treiben lässt, aber da meine Abenteuer länger und ausdauernder werden, musste ich mich doch irgendwann mit dem Thema “Wintertraining” beschäftigen. Offenkundig bin ich kein großer von Fan von Indooraktivitäten, wie Grundlagen spulen auf der Rolle. So musste ich für mich die passende Lösung finden, dass ich nach dem Winter, noch stärker als je zuvor in den Sonnenuntergang reiten kann!

     

    So, aber jetzt genug von mir! Ich bin kein Sportprofi und schon gar keine Trainerin, aber ich möchte euch bei diesem Beitrag einfach zeigen, wie ich mein Intervalltraining auf der Rolle absolviere bzw aufgebaut habe. Wer sich unsicher ist, seinen Körper oder die maximale Belastung noch nie getestet hat, empfehle ich auf alle Fälle zur Leistungsdiagnostik bzw sich mit seinem Arzt oder Trainer in Verbindung zu setzen!

    rpt

     

     

    “Fuck The Pain- mein persönliches Mantra, wenns mal wieder härter wird”

    FTP-Test oder Fuck The Pain

    Das Erste was man Wissen sollte, um leistungsbasiert zu trainieren, ist der FTP.

    Nein, natürlich nicht FuckThePain, obwohl ich es treffender finden würde, sondern der sogenannte “Functional Threshold Power”. Also soviel Deine Wadl über eine Stunde maximal drücken können. Wenn man es schön ausdrücken möchte: Die funktionelle Leistungsschwelle.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Schwelle zu ermitteln. 

    Wenn genau dieser Moment auf der Rolle einsetzt: Der Schweiß tropft aus allen Poren, der Kopf beginnt zu glühen und die Luft eher gepresst die Lunge verlässt, ist genau der Zeitpunkt, an dem man sich “Fuck the pain” wie ein Mantra vor sich sagen soll. 

    Und dann ist es auch schon überstanden! 

    Cool down, Girls und Boys! 

    Ich habe mit folgenden Test meinen Ftp ermittelt:

    Bevor es losgeht, sind noch ein paar Vorkehrungen zu treffen: Zunächst mal die Dämpfungsmatte unter das Radl und dem Rollentrainer platzieren, Radl in den Rollentrainer fixieren und Widerstand-Tool (wenn man so wie ich keinen Smarttrainer hat) am Lenker befestigt, Powermeter kontrollieren, nicht, dass das Gerät wegen zuwenig Strom abschmiert! 

    Noch schnell den Fahrradcomputer mit den passenden Sensoren überprüfen und dann rein in die Radlerwäsche! Trinkflasche noch schnell in griffweite platzieren und schon gehts los!

    20 Minuten- gemütliches Einrollen

    Trittfrequenz zwischen 75-90 mit wenig Widerstand, schwitzen darfst du aber schon dabei!

    5 Minuten- volle Kanone

        Trittfrequenz und Widerstand erhöhen, die Wadl dürfen es schon spüren und das konstant zach beibehalten!

    5 Minuten- Komm wieder runter, Baby!

    Nach dem Vollgas kommt für gewöhnlich eine Erholung, also Trittfrequenz und Widerstand wieder reduzieren und komm wieder runter! Atme nochmal tief durch, bevor es losgeht!

    20 Minuten- Konstantes Quälen- Yeahh von Nichts kommt Nichts 

    Zunächst starte deinen Fahrradcomputer Neu, damit eine neue Aufzeichnung stattfindet. So musst du nicht nachher die Zahlen auseinander dröseln!    

    Wähle den Widerstand so, dass es für dich mit Ach und Krach möglich ist, zu treten und die Trittfrequenz auch beizubehalten. Schmierst du ab, war der Widerstand zu stark gewählt! Quäl dich und lass Deine Wadl so richtig brennen! Dann ist es richtig! 

    Vergiss jetzt bitte nicht nach den 20 Minuten die Aufzeichnung zu stoppen! 

    10-15 Minuten- Geschafft, Cool down Girls and Boys!

    So, die Atmung beruhigt sich, dein Puls verlässt den kritischen Bereich und du kannst dir ein Grinsen kaum verbergen? Gratulation! Der Test ist geschafft!

    Zur Auswertung:

    Dein Fahrradcomputer bzw die dazu passende APP spuckt dir dann die durchschnittliche Leistung über die 20 Minuten aus. Multipliziere diese Zahl mit 0,95

    Somit hast du Deine funktionelle Leistungsschwelle ermittelt.

    Diese Werte sind zwar recht nett zu Wissen, um ein leistungsbasiertes Training aufzubauen, sagt aber schon wirklich nichts über die Fitness aus! Viel wichtiger ist der Wert “Watt pro kg” um dich auch mit anderen vergleichen zu können! Ein 80 kg schwerer Mann wird immer mehr treten als eine Frau mit 50 kg! Deswegen ist der FTP- nur für Dich wichtig! Und zieht keine Rückschlüsse auf die Power, die in deinen Wadln steckt! 

    Also dividiere noch deinen Wert durch dein Körpergewicht!

    Voilà, du bist der Hammer!

    “Watt tritt`s den Du? Die Stammtischfrage Nummer 1! Madl und Buben, Gewicht und Größe, vergleiche immer mit Watt pro Kilogramm!”

    Klar es gibt verschiedene Möglichkeiten und Tests, bitte fragen Sie Ihren Arzt und Leistungsdiagnostiker 😉 Weiter geht`s, ausgeruht war gestern!

    Ich mache maximal 2 Intervalleinheiten in der Woche! Übertraining bringt nichts und die Leistungssteigerung stagniert. Das Intervalltraining ist nur zusätzlich, im Vordergrund steht natürlich im Winter fleißig die Ausdauer im Grundlagenbereich zu trainieren.

    Intervalltraining- Geht schon, geben wir mal Vollgas

    Vor jeder Einheit ist es wichtig, richtig gut aufgewärmt zu starten- Einrollen!

    Und dann kanns es auch schon losgehen! Hier trainiere ich im Spitzenbereich, heißt auf gut Deutsch 20-40% über meinem FTP Wert. Kurz, knackig und gleich lange Erholungsphase wie Vollgas-Phase! In dieser Zeit konzentriere ich mich nur auf die Wattwerte, Herzfrequenz und Atmung. 

    Der Ablauf sieht bei mir so:

    15-20 Minuten- gemütliches Einrollen

    Grundlagenbereich 1, die Trittfrequenz liegt bei 80-90 U/min 

    6-8 Minuten Vollgas- es gibt nur ein Gas! 

    Im einem Wechsel von je 30 Sekunden der Belastungs- und Erholungsphase. Die Trittfrequenz liegt bei 110-120 U/min

    6-8 Minuten- Erholung muss sein

    Sprintpause, gemütliches radeln im Grundlagenbereich 1 bei 80-90 U/min

    Und weil es schön ist, wiederhole ich das noch 3mal! 

    10-15 Minuten Cool down

    Endlich geschafft! Anstrengend? Ja, und wie! Werde ich im Frühjahr mit Vollgas in den Sonnenuntergang reiten können?     Ich hoffe doch!

    Da immer das selbe Training etwas langweilig wird, stelle ich hier nun noch meinen zweiten Liebling vor:

    Kraftausdauer- mit schmackes in die Pedale!

    Bei diesem Training lege ich mein Augenmerk nicht auf die Trittfrequenz, sondern wirklich nur darauf, dass ich mit richtig schmackes in die Pedale trete. Da die Kadenz sehr niedrig ist, kann ich mich währenddessen auch noch sehr gut auf meine Tritttechnik konzentrieren. Wenn ich den HIT (High intensity) starte liegt die Wattzahl 10-20% unter meines FTP! 

    Praktisch sieht das ganze dann so aus:

    15-20 Minuten- gemütliches Einrollen

        Grundlagenbereich 1, die Trittfrequenz liegt bei 80-90 U/min

    4 Minuten- mit schmackes in die Pedale 

    Grundlagenbereich 2 (Augenmerk auf Wattzahl!) und Trittfrequenz liegt bei 50-60 U/Min

    4 Minuten- Pause gut, alles gut

        Grundlagenbereich 1 und Trittfrequenz wird wieder auf 80-90 U/min erhöht

    Wiederholen, wiederholen- weil es einfach Spaß macht

    15-20 Minuten- Cool down

     

     

    Madl und Buben, das Ding wurde gerockt!

    dav
    Es gibt noch hunderte Möglichkeiten ein Intervalltraining auf der Rolle zu machen,
    mit oder ohne Trainer, hauptsache Spaß machts! Hier habe ich nur meine 2 Lieblinge angeführt! Vielleicht werde ich in naher Zukunft noch weitere meiner Trainings für Euch veröffentlichen! Man wird sehen, bis dahin radle ich noch fleißig und trainiere meine Wadlpower!
    Ride on und allzeit stramme Wadln
    Euer Rennradlwadl Anna
  • Meine Abenteuer,  RADgeber

    Wintertraining- Cyclocross

    Der Cyclocrosser- Das Fitnessgerät für den Winter! Ausdauereinheiten oder doch ein abwechslungsreiches Fahrtenspiel: 

    Spaß ist garantiert!

    Lange und nie enden-wollende Ausdauereinheiten auf der Rolle? Ja, so fühlt sich das für mich an. Es macht mir einfach keinen Spaß stundenlang in meinen eigenen vier Wänden zu hocken, meinen Boden und mein Rad voll zu schwitzen.
    Ein passende alternative zu Skitouren und Laufen musste her!
    Nach langer Überlegung wie ich mich fit durch den Winter bringen konnte, fiel die Wahl auf mein neues heißgeliebtes Fitnessgerät: Der Cyclocrosser!

    Ja, richtig gelesen: Fitnessgerät! Ich nutze meine Rad auf der einen Seite für lange Ausdauereinheiten im GA1 Bereich und High Intensity über Stock und Stein im Gelände! Geht das? Und wie!

    Aber lass mich mal kurz zurückspulen:
    Nach längerer Beratung und Internetrecherche habe ich mich für ein Stevens Gavere entschieden. Ein kostengünstiges Rad, um nicht bei jeder Ausfahrt Angst haben zu müssen, dass mir das Rad unter meinen Allerwertesten weg rostet.
    Ja, klar: Salz und Rad sind eine gefährliche Kombination und ich würde !niemals! im Winter bei nasser Straße mein Rennrad auf der frischen Luft chauffieren.
    Aber da mein Crosser nicht meinen finanziellen Rahmen gesprengt hat und ich das Rad genau für diesen Zweck nutzen möchte, drück ich doch nochmal ein Auge zu 😉
    Ich denke ich kann es verschmerzen, wenn sich eventuell in der nächsten Saison ein kleines Rostfleckerl gebildet hat. Narben sind ja da, um präsentiert und mit Stolz getragen zu werden, oder etwa nicht?

    frem

     

    Ausdauer Fahrten vs Fahrtenspiel

    Mein Fitnessgerät möchte wie es in seiner Natur liegt, auch dementsprechend herausgefordert werden, daher ergeben sich für mich zwei sinnvolle Optionen mein Radl anzutreiben.

    Grundlagentraining, im Winter werden die Weichen für den Sommer gestellt

    Das erstere sind lange Ausdauereinheiten. Hier rede ich von flachen Touren mit gemäßigtem Tempo. Lang ist natürlich immer reine Interpretationssache, um für Dich etwas konkreter zu werden: Für mich bedeutet es 2 bis 5 Stunden an der frischen Luft sein. Gemütlich, die Natur und Umgebung wahrnehmen und den Kopf abschalten!
    Und für jenige die es noch genauer Wissen möchten: Mein Trainingsbereich befindet sich 60% bis max 75% der maximalen Herzfrequenz, also GA1
    Ich habe den Luxus im Rheintal Leben zu dürfen, hier befinden sich viele flache Wege mit traumhafter Umgebung. Es wird mir hier sehr leicht gemacht, tolle Straßen zu finden und immer wieder neue Ecken zu entdecken. Aber ich denke, jeder findet in seiner Umgebung das passende Terrain.

    Fahrtenspiel- Play the Game

    Wer mich kennt, weiß das ich meist Hummeln im Hintern habe. Ich liebe es, wenn mein Puls in die Höhe schnellt, das Adrenalin meinen Körper durchströmt und ich mich voll und ganz auf meinen Körper und die Atmung konzentrieren muss.

    Hallo, hallo Fahrtenspiel!
    Klar, Fahrtenspiel impliziert schon das Wort ins sich: Es bedeutet Spaß! Das schöne bei dieser Trainingsform: Es gibt keinen fixen Plan.
    Der große Unterschied zum Intervalltraining, dass ich die Intensität und Dauer selbst bestimme, je nach Lust und Laune!
    Erblicke ich im Gelände zum Beispiel einen Anstieg heißt es für mich: Raus aus den Sattel und rein in die Pedale. Danach nehme ich den Druck wieder raus und radle trotzdem mit guten Zug auf der Kette weiter. Das Fahrtenspiel ermöglicht mir unendlich viele Kombinationen: Hohe Trittfrequenz, mit schmackes in die Pedale oder auch explosive “Zielsprints”. Kurz gesagt: Abwechslungsreich und macht richtig Spaß!
    Die Dauer beträgt bei mir meisten 1 Stunde bis max 2 Stunden und lässt sich so super im Alltag integrieren. Für jenige die es noch genauer Wissen möchten: Bei mir sind durchaus Spitzen im kritischen Bereich dabei 😉 GA1 bis Spitzenbereich, abwechslungsreich ist es auf alle Fälle!

    Krank war gestern!

    Für beide Trainingsvarianten gilt für mich im Winter: Kühle niemals aus! Verschwitzt mit rosaroten Wangen ausrollen- Niemals!
    Dein Körper wird es dir Danken und sag Adè zur Erkältung! Wenn Du immer darauf achtest, dass du dich ausreichend aufwärmst und deine Kleidung der Temperatur anpasst, sehe ich überhaupt kein Problem im Winter zu radeln. Meine Lunge mag Minustemperaturen nicht so gern: Ich atme vorwiegend über die Nase ein und über den Mund aus, der Schlauchschal dient mir als Gesicht und Atemschutz. Damit ich auch ausreichend trinke, habe ich mir angewöhnt alle 10 Minuten zu meiner Trinkflasche zu greifen, um mir eine kleinen Schluck zu gönnen. Na, dann Prost 🙂

    Nach jeder Ausfahrt gilt: Versorge zuerst Dich und dann dein geliebtes Rad! Zieh die verschwitzten Klamotten sofort aus, stell dich unter die heiße Dusche und schlüpfe danach in deine Flanellhose! Warm und gut erholt, kannst du dich jetzt um deinen Drahtesel kümmern. Ich versuche zumindest nach jeder Ausfahrt mein Radl zu hegen und pflegen. Salz, Schlamm und Nässe sind dann nicht ganz zu unterschätzen!
    Das Rad habe ich zwar für diesen Zweck, aber ich hätte ja dann noch gerne länger meine Freude daran.

    Hier eine Übersicht meiner Klamotten bis max -5 Grad:

     # Stirnband
     # Retroradkapperl
     # Schlauchschal
     # Lange Thermounterwäsche (die klassische Schiunterwäsche)
     # Langärmeliges Trikot
     # Weste mit integrierter Wind-Stoppfunktion
     # Neopren Laufhose (hab leider noch keine lange Radhose)
     # Rennradhose mit Trägern
     # Socken aus Merinowolle
     # Überschuhe aus Neopren

     

     
    Und, nun auch motiviert? Warm eingepackt und mit einem Lachen im Gesicht, bin ich dann mal draußen und jage meine Bärbel über Stock und Stein!
     
    Velolove Anna-Maria
    "Noch kein Fitnessgerät? Dann ab zu meinem RAD-geber!"
  • RADgeber

    Cyclocross oder Gravelbike

    Was ist der Unterschied? Wie nötig sind mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen oder welche Rolle das Gewicht oder die Rahmengeometrie spielt!

    Warum ich mich für ein Cyclocross Rad entschieden habe!

    Für den langfristigen Plan bei einem Ultra-Radrennen teilzunehmen, reicht es leider nicht nur aus, euphorisch und motiviert zu sein. Nein, vielmehr für mich die passende Methode zu finden, gut trainiert durch den Winter zu kommen und Spaß am Training zu haben.

    Vom Typ Mensch zähle ich leider nicht zur Gattung: “Stupide Ausdauereinheiten” auf der Rolle, deswegen suchte ich nach einer sinnvollen Alternative.

    Die Entscheidung ist für mich ganz klar und stellt eine super Ergänzung zu Skitouren, Intervalltraining auf der Rolle und Laufen da:

    Hello Nature, hello Cyclocross!

    Wusstet ihr eigentlich, dass Cyclocross einfach nur neu aufflammt? Cyclocrosser sind stinknormale Querfeldeinräder. Ambitionierte Rennradfahrer tauschten in den 20iger einfach die schmalen Reifen und die Bremsen, um auch im Winter bzw Forststraßen fahren zu können. In den 60igern und 70igern erlebte Cyclocross so richtig an Fahrtwind. Rennen wurden in der Radszene etabliert, die Räder weiterentwickelt und spezialisiert und der Boom ging so richtig los!

    Nun 50 Jahre später: Der Markt ist riesig, die Auswahl schier unüberschaubar. Eine neue Ära ist geboren! Ähmmm, oder doch wohl eher wiederentdeckt.

    Aber genug von mir und meinen Ausflug in die Geschichte, jetzt geht es mal um die Wahl des richtigen fahrbaren Untersatzes:
    Cyclocross oder Gravelbike?

    “Draußen sein und einfach die Natur genießen!

    Was ist der Unterschied und welches Rad passt perfekt zu Dir?

    Streng genommen gibt es nur einen kleinen aber feinen Unterschied. Der Cyclocrosser ist in erster Linie ein Rad für den Einsatz bei Rennen. Die Geometrie ist aggressiv, schnittig und für kurze, aber knackige Strecken perfekt geeignet. Die Vorkehrungen für das Reisegepäck ist bei den meisten nicht vorhanden, dass man zur altbewährten Methode der Satteltasche und Lenkertasche zurückgreifen muss.
    Das Gravelbike hingegen hat eine komfortable Geometrie und ist für den Einsatz für lange Radreisen gedacht. Es besteht hier die Möglichkeit, relativ einfach einen Taschenaufbau anzubringen. Deine Sitzposition ist eher aufrechter, um bei Deinen Radreisen in aller Ruhe die Gegend erkunden zu können.
    Also du siehst, der Unterschied ist sehr gering. Egal ob es ein Crosser wird oder doch das Gravelbike: Radfahren und Reisen kann man definitiv mit beiden 😉

    Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welches Rad wohl am besten zu mir passen würde. Die Wahl fiel auf ein Cyclocross Rad- mein Gavere von Stevens.

    Folgende Punkte solltest du in deine Überlegungen einbeziehen:

     # Vorkehrungen für Taschenaufbau
     # Mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen
     # Gewicht
     # Rahmengeometrie, passend für deine Körpergröße

    “Groß, klein, dick oder dünn! Für jeden gibt es ein passendes Radl!”

    Was sind nun mechanische bzw hydraulische Scheibenbremsen, Unterschiede?

    Auf den ersten Blick sehen beide Systeme sehr ähnlich aus, aber der Lösungsansatz für das Bremsverhalten unterscheiden sich gravierend!
    Mechanische Scheibenbremsen sind von der Funktion sehr ähnlich der klassischen Felgenbremse. Durch betätigen der Bremshebel drückt man über den Bowdenzug -auf Deutsch das “Bremskabl”- den Kolben auf den Bremssattel. Am Bremssattel befinden sich die Bremsbeläge, deine Geschwindigkeit reduziert sich somit mechanisch. Eh logisch, oder?
    Der große Nachteil an mechanischen Scheibenbremsen ist natürlich, dass es zu einer Überhitzung kommen kann. Positive Aspekte sind auf alle Fälle ,dass diese Lösung kaum Wartung verlangt und auch die günstigere Variante ist.
    Hydraulische Scheibenbremsen reduzieren deine Geschwindigkeit leichter und lassen sich besser dosieren. Abrupte Bremsmanöver und Dauerbremsen stecken sie locker weg, da die Bremswirkung, sprich Reibung, nicht mechanisch sondern über die Bremsflüssigkeit erzielt wird. Nicht allzu lässig, aber kann ja mal passieren, ist wenn die Bremse repariert werden soll. Dazu muss die Bremse entweder entlüftet oder die Flüssigkeit komplett getauscht werden. Wer so wie ich nur ein begrenztes handwerkliches Geschick besitzt, ist bei Fachmann seines Vertrauens sicher besser beraten.
    Also du siehst: Wenn Geld keine Rolle spielt und Du ein top Rad möchtest, würde ich zu hydraulischen Bremse tendieren. Für mich persönlich reichte nach vielen Hin und Her die mechanische Bremse. Bin ja sehr bescheiden 😉

    Das leidige Thema: Das Gewicht, es ist ja doch immer zuviel!

    Die Überlegung bezüglich des Gewichts ging ich sehr pragmatisch an: Habe ich vor ein Star zu werden oder pfeif ich auf das halbe Kilogramm, das den Preis drastisch in die Höhe treibt. Letztendlich handelt sich um eine halbe Trinkflasche, die man mehr schleppen muss 😉
    Für mich persönlich spielt das Gewicht keine allzu große Rolle, da ich mir denke: Lieber beim Crosser mit schmackes in die Pedale treten und dafür im Frühjahr das Gefühl am Rennrad zu haben: Whoop, whoop- ich fliege.

    Groß oder Klein, passen muss es!

    Natürlich spielt die Rahmengeometrie bzw Rahmengröße eine wesentliche Rolle, ob du dich am Rad wohlfühlst. Keine lästiges Zwicken und Zwacken im Schultergürtel, Rücken oder im Knie sollten deine abenteuerlichen Ausfahrten behindern.
    Um die richtige Rahmengröße zu ermitteln gibt es 2 Varianten: Du gehst zum Fachmann deines Vertrauens, der sich mit Maßband bewaffnet und dich richtig vermisst. Oder die zweitere Variante: Du machst es in deinen eigenen vier Wänden und suchst dir Hilfe, da es alleine nicht wirklich gut klappt. Und Ja,.. ich hab es ausprobiert,… und war reine Zeitverschwendung.
    Achtung! Jeder Hersteller hat eine andere Geometrie, das heißt wenn du bei einem Hersteller die Rahmengröße 50 benötigst, kann es sein das es bei einem anderen ein 52er ist!
    Leider bin ich etwas klein geraten und entspreche offensichtlich nicht ganz der Hersteller Norm. Das schränkt die Auswahl erheblich ein.
    Hast du eine “Standard Größe”? Perfekt, deine Auswahl wird großartig sein, die Qual der Wahl!
    Ich finde fast alle Hersteller bieten zu vernünftigen Preisen tolle Räder an.

     

     

     

    “Über Stock und Stein den Crosser durchs Gelände jagen und einfach Spaß an der Ausfahrt haben”

    frem

    Deswegen fiel meine Wahl auf das Stevens Gavere:
     # Perfekte Rahmengeometrie
     # Gutes Preis-Leistungsverhältnis für meine Abenteuer
     # Gewicht akzeptabel
     # Lackierung ganz nach meinem Geschmack

    Es ist “piep schnurz egal” für welches Rad du dich entscheidest. Es gibt nicht das einzig Wahre und Richtige! Vielmehr geht es darum einen Drahtesel zu finden, der perfekt auf Dich passt und alle Deine Abenteuer mitmacht!
    Flott, rasant oder doch gemütlich über Stock und Stein- Jeder Popo findet das passende Rad!

    Linksammlung der Hersteller, die ich genauer unter die Lupe genommen habe:
    Stevens, Fuji, Cube, Canyon, Simplon, Bmc

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen Überblick verschaffen. Vielleicht begegnet man sich ja mal irgendwo im Wald, wenn wir über Stock und Stein unsere Crosser durch das Gelände jagen!
    Velolove

    Willst du mehr über mein Wintertraining erfahren? Hier geht's zum nächsten Beitrag!
  • RADgeber

    Packen, aber was?

    Ich packe meinen Koffer,… eine Liste für Deine mehrtägige Radtour

    Ich möchte Dir mit diesem Beitrag eine klare Übersicht der Pack-und Checkliste für ein mehrtägiges Radabenteuer geben, um Dir das mühselige recherchieren im Internet ersparen zu können. Es gibt unzählige von Seiten die eine Liste für Dich parat haben, aber die Auflistungen waren für mich nie perfekt. Von riesigen Radtaschen über Gaskocher und anderem Kramasuri (Steirisch für Gerümpel) bittet das Netz alles was das Herz begehrt.
    Aber hier nun zu der optimierten Liste, die speziell für Rennradreisen mit Übernachtung in Hotels oder bei Deinen Freunden ausgerichtet ist.

    Rund ums Rad:
    • Natürlich Dein Rennradflitzer
    • Zwei montierten Getränkehaltern mit Flaschen
    • große Satteltasche mit ca. 14l-17l Fassungsvermögen (zB Ortlieb, Apidura, Restrap)
    • Rahmentasche mit ca. 0,5l Fassungsvermögen
    • Handyhalterung (zB Finn von Bikecitizens)
    • Beleuchtung
    • Reflektoren für Deine Sicherheit 
    • Helm
    • Rennradschuhe
    dav
    Die fahrende Werkstatt
    • Zwei Ersatzschläuche
    • Multitool (Imbus-Set)
    • Zwei CO2 Kartuschen
    • Reifenheber Set
    • wenn es Hart auf Hart kommt: Reparaturbox Flickzeug
    • Ein paar Gummihandschuhe
    Die Technik
    • Fahrradcomputer (zB Garmin Edge)
    • USB Adapter
    • Ladekabel für Handy und Fahrradcomputer
    • Powerbank
    • Dein Handy
    Bei Sonne, Wind und Regen, immer die richtige Kleidung
    • Zwei Rennradtrikots
    • eine Rennradhose
    • Zwei Sport-BH`s
    • Zwei Stück Unterhosen
    • leichte Jogginghose oder Leggings (Sollte auch “ausgehtauglich” sein)
    • Armlinge und Beinlinge
    • Wind-Regenjacke
    • Schlauchschal (zB Buff)
    • Mütze oder Stirnband
    • Rennradhandschuhe
    • Retroradkapperl, wunderbar bei zerzausten Frisuren
    • Zwei paar Sportsocken
      Sportbrille (zB Adidas mit Vario)
    • Gymnastikpatscherl 
    Rund um die Hygiene
    • Reisezahnbürste
    • Minitube Zahnpasta
    • heilende Salbe für aufgeriebene Stellen (ich verwende Windelcreme für Babys)
    • Notfallapotheke
    • Sporttape
    • Waschmittel aus der Tube (zB Rei)
    • kleiner Tiegel Gesichtscreme
    • Minitube Sonnencreme
    • Deodorant
    • kleines Stück Seife
    • Frauenkrimskrams
    Dokumente und Co
    • Personalausweis oder
    • Reisepass
    • Bankomat-und oder Kreditkarte
    • Krankenversicherungskarte
    • Bargeld
    • Notfallkontaktdaten

    Für die Ernährung kann ich Dir empfehlen für zwei Tage mit Müsliriegel und Co vorzusorgen. Du wirst bestimmt unterwegs bei einem Supermarkt oder Tanke vorbeikommen, um Dein Trikot wieder füllen zu können. Und am Abend nimm Dir die Zeit, streife Deine Gymnastikpatscherl über und fülle Deine leeren Energiedepots wieder nach Herzenslust auf!
    Ich packe das gesamte Reisegepäck in mehreren Zipp-Plastikbeutel, um mein Krimskrams vor Regen zu schützen und um ein Chaos in der Tasche zu vermeiden. Ich hoffe, dass ich Dir mit dieser Liste helfen konnte, um Dein Rennradlabenteuer entspannt starten zu können!
    Sollte ich etwas vergessen haben oder Du noch die eine oder andere Erfahrung gesammelt hast, kann ich nur sagen: Immer her damit

     

    “Ran an die Radl und rein ins Abenteuer!”

    8aadb74f4d255311deff35240a56b194d68eb8311f09cefee6d8b7b7993be6f7
  • RADgeber

    Rennradlwadl – Logisch!

    10 Gründe warum Du dich auf dein Rennrad schwingen solltest!

     

    Ich radel noch nicht Jahrzehnte und gehöre definitiv nicht zur Elite, aber dennoch feiere ich die Faszination des Radlsports wieder jeder andere!
    Es macht unglaublichen Spaß alleine oder im Rudel durch die asphaltierte Prärie zu streifen. Es gibt hundert Gründe etwas nicht zu tun, aber es schadet bekanntlich ja nie einen Blick über den Tellerrand zu riskieren!

    Erstens: Die heißen Kurven
    Wir Madl sind schon immer mit heißen Kurven gesegnet, aber als Rennradlmadl bekommst du wahnsinnig schnell definierte Kurven und die angefutterten Käsknöpfle auf den Hüften schmelzen nur so dahin!

     

    IMG_20180701_120655

    Zweitens: Deine Bräune lässt alle zu Neid erblassen
    Klar, soviel Zeit wie Du an der frischen Luft verbringst und Dich die Sonne im Gesicht kitzelt, lassen andere nur erahnen welches Rennradlmadl sie vor sich haben!
    Nahtlose Bräune bekommt durch Dich eine ganz neue Definition!

    Drittens: Braungebrannte und glatte Beine als Topping oben drauf
    Der Kampf um die rasierten Beine hast Du auch als Rennradlmadl klar gewonnen! Du musst Dir nicht mehr die Frage stellen für wen du das eigentlich machst! Für Dich ist es eine Selbstverständlichkeit!

    Viertens: Männer mal hinter sich lassen
    Du kannst auch mal den Männern zeigen “Wo der Barthel den Most holt” (Peter Rosegger) wenn du sie überholst und Du den Herren nur noch deine Rückseite zur schau stellst!

    Fünftens: Immer Stylisch unterwegs
    In den hautengen Trikots macht jedes Rennradlmadl eine gute Figur! Nicht nur das wir unsere superheißen Kurven präsentieren können, zudem ist die Kleidung auch noch echt bequem!

    Sechstens: Nie wieder Schnupfen
    Die frische Luft, Dein trainiertes Herz-Kreislaufsystem und die regenerierenden Entspannungsbäder lassen Dein Immunsystem laut Hurra schreien! Es macht dich härter. Wind und Regen können Dir nichts mehr anhaben!


    Siebtens: Du kennst deine Gegend besser wie deine Handtasche
    Deine unzählig trainierten Kilometer in Deiner Heimat ermöglichen Dir ganz neue Eindrücke von Deiner Umgebung zu gewinnen. Du lernst so viele kleine Kaff`s bei dir um Ecke kennen, das selbst “Google Maps” noch Aufholbedarf hat!

    Achtens: Speed ist dein neue Droge
    Wenn Du die Abfahrt hinunter rast, die Du davor schweißtreibend erklimmen musstest. Und Dir der Autofahrer nett zuwinkt, denn du gerade überholst, schießen Dir 1000 Endorphine in deinem Körper und lassen Dich Rennradlmadl die nächste Herausforderung mit Leichtigkeit schaffen.


    Neuntens: Du liebst klare Linien
    Dir Rennradlmadl ist Schnick-Schnack nicht wichtig. Du liebst den puristischen Gedanken von klaren Linien! Du kannst Glitterfahnen am Lenker, Blümchen am Radkorb und Fahrradglocken in Herzform nichts abgewinnen. Du möchtest lieber auch über Carbon und die ultraleichten Laufrädern am Stammtisch mitreden können!

    Zehntens: Sei wild, frei und wunderbar
    Ob Du Rennradlmadl alleine eine Runde durch die Asphaltpisten bretterst oder lieber doch in der Gruppe, Du bist unabhängig! Du kannst tun und lassen was Du möchtest! Es schreibt Dir keiner vor wann, wo und wieviele Kilometer! Es ist Dein Hobby!
    Bleib wild, frei und wunderbar!

    IMG-20180806-WA0004
  • RADgeber

    Das Einmal Eins Deines Rennrades

    Was ein Vorbau mit einem Rennradl zu tun hat, das Muffen nicht mit schlechten Gerüchen in Verbindung stehen und was es mit Zahnkränzen auf sich hat, gibt es hier zum nachlesen!

     

    Für mich als Rennradlfrischling war es am Anfang sehr schwer mir bei dem technischen Wirrwarr einen Reim darauf zu machen, wo sich das alles am Rennradl befinden sollte!

    Dass ein Steuersatz natürlich nichts mit dem unumgänglichen Finanzamt zu hatte, war mir auch klar. Deswegen dachte ich mir, ich erzähle Dir einmal alles Kurz und Knapp über die Bestandteile eines Rennradls, damit Du nicht wie ich in der Radlwerkstatt stotternd die Bauteile mit Dingsda beschreiben musst.

    Der Rahmen

    Wir kennen viele Rahmen die uns im alltäglichen Leben begleiten, aber wie sieht es nun mit den Rahmenbedingungen bei einem Rennradl aus. Der Rahmen ist das Herzstück von jedem Drahtesel. Mit dem Rahmen bestimmt man die Größe. Die Materialien, die Lackierungen sind noch zusätzliche Spielereien die der Rahmen aufweist.  

    Nun zum Herz:

    Die verschiedenen Rohre die dann als gesamtes deinen Rahmen bilden: Oberrohr, Sattelrohr, Unterrohr, Steuerrohr, Tretlagergehäuse, Sitzrohr, Strebe, Kettenstrebe und die Ausfallenden.

    Ich möchte auch zum Herz gleich die passende pulsierende Aorta aufzeigen: Die Gabel mit dem Kopf, der Schaft und die Gabelscheide, und nein wir befinden uns gerade nicht im Sexualkundeunterricht 😉

    Die Verbindungen zu den einzelnen, hohlen und zylindrisch geformten Rohren schaffen sogenannte Muffen, um sich gemeinsam zum Herzstück des Rennradls formieren zu können. Die richtige Party steigt erst wenn sich das Unterrohr mit dem Sitzrohr und mit der Kettenstrebe beim Tretlagergehäuse treffen. Trörööö Party on, würde ich mal behaupten!

    Egal ob Dein Rennradl aus Testosteron gesteuerten Stahl, Carbon oder Aluminum besteht, der Grundaufbau bleibt immer der gleiche, nur die Verbindungsmöglichkeiten variieren.

    Piemont

    Das Lenksystem

    Die Liebe zueinander lassen den Lenker und dem Vorbau nur in einem Atemzug miteinander erwähnen. 

    Der Lenker weist heiße Kurven auf, das man in jeder fahrenden Position auch die richtige Haltung findet. Wenn man es gerne sportlich und windschlüpfrig hätte liegt man fast im Untergriff, bei steilen Anstiegen ergreifst Du vorzugsweise die obere, mittlere Griffposition. Mit den eng umschlungenen Lenkerbändern verleiht man seinem Rennradl noch den besonderen Pfiff.  Mit dem Vorbau verhält es sich so wie mit Deinen Sport-BH`s, je nach Größe sollst du die richtige Länge des Vorbau`s wählen, um lästiges Zwicken und Zwacken Deines Gestells vermeiden zu können.

    Der Steuersatz macht es erst möglich dass Du Rennradlmadl schneidig um die Kurve rasen kannst. Im Steuersatz oder auch Lenkungslager befindet sich das Kugellager. Die Gabel steht in einer harmonischen Verbindung zwischen Steuersatz und Steuerrohr, damit das Rennradl jeden Belastungen standhalten kann. 

    Zum Schluss jeder Gabelscheide befinden sich die Ausfallenden, die die Verbindung zu Deinen ultracoolen Laufrädern schafft.

    Mit dem richtigen Antrieb

    Die perfekte Einheit mit dem Tretlager, Tretkurbel und Kettenblättern machen es erst möglich das Du voran kommst. Das Tretlager muss einigen Kräften trotzen und durch die Eigenschaft der Tretkurbel noch Hebelwirkungen Stand halten können. Das Tretlager kann ein Spiel überhaupt nicht leiden und möchte bitte sofort serviciert werden. Nichts mit der politischen Situation am Hut, hat die Rechte Tretkurbel fünf Arme, die eine Koalition mit den Kettenblättern eingeht. 

    Wuhuiiii Hoch die Hände, die perfekte Welle bilden Tretkurbel und Tretachse. 

    Das Kettenblatt liebt die Zweisamkeit, rar, aber doch hin und wieder erblickt man das seltene Exemplar von einem flotten Dreier. Die erste Frage am Stammtisch lautet oft: Welche Übersetzung fährst du? Nein, hier ist nicht die Funktion “Google Translate” gemeint, sondern gemeint sind die die Zähne die das Kettenblatt aufweist. Standard sind 53 und 38 Zähne und die kompakte Version sind 50 und 34 Zähne. Die Übersetzung ermöglicht Dir je nach Fahrsituation den richtigen Widerstand zu wählen. 

    Nun zu hinten!

    Der wunderschöne Zahnkranz besteht aus mehreren Ritzel die sich auf der Nabe hintereinander Reihen. Je nach Hersteller und Ausstattung bilden fünf oder sechs Zahnkränze eine Einheit. Die wunderschöne Melodie des Rennradls ermöglicht der Freilauf.

    Um sich wirklich fortbewegen zu können, erklärt sich die Kette als Selbstverständlich. Um eine Überbelastung der Kette zu vermeiden, achtest Du immer, dass die Kette einen parallelen Verlauf zum Rahmen aufweist. Damit die hochkomplexe Lösung auch genutzt werden kann, Bedarf es noch einer Schaltung. Die Doppelfunktion der Schalt- und Bremshebel lassen Dich rasch auf die jeweilige Situation reagieren. Mittels Umwerfer wird quasi die Kette auf das richtige Kettenblatt geschubst.

    Last but not least: Egal für welche Pedale Du dich entschieden hast, achte bitte auf die richtige Montage und Position der Platten, dein Knie wird es Dir danken 😉

    Ich hoffe, ich konnte Dir einen kurzen Überblick von einem Aufbau eines Rennradls verschaffen. Nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, könnten sich trotzdem Fehlerteufelchen eingeschlichen haben. Ich freue mich über eine Rückmeldung!

    "Selbst ist die Frau und ran an die Ritzel!"
    Anna-Maria
    Rennradlmadl