RADgeber

Das Einmal Eins Deines Rennrades

Was ein Vorbau mit einem Rennradl zu tun hat, das Muffen nicht mit schlechten Gerüchen in Verbindung stehen und was es mit Zahnkränzen auf sich hat, gibt es hier zum nachlesen!

 

Für mich als Rennradlfrischling war es am Anfang sehr schwer mir bei dem technischen Wirrwarr einen Reim darauf zu machen, wo sich das alles am Rennradl befinden sollte!

Dass ein Steuersatz natürlich nichts mit dem unumgänglichen Finanzamt zu hatte, war mir auch klar. Deswegen dachte ich mir, ich erzähle Dir einmal alles Kurz und Knapp über die Bestandteile eines Rennradls, damit Du nicht wie ich in der Radlwerkstatt stotternd die Bauteile mit Dingsda beschreiben musst.

Der Rahmen

Wir kennen viele Rahmen die uns im alltäglichen Leben begleiten, aber wie sieht es nun mit den Rahmenbedingungen bei einem Rennradl aus. Der Rahmen ist das Herzstück von jedem Drahtesel. Mit dem Rahmen bestimmt man die Größe. Die Materialien, die Lackierungen sind noch zusätzliche Spielereien die der Rahmen aufweist.  

Nun zum Herz:

Die verschiedenen Rohre die dann als gesamtes deinen Rahmen bilden: Oberrohr, Sattelrohr, Unterrohr, Steuerrohr, Tretlagergehäuse, Sitzrohr, Strebe, Kettenstrebe und die Ausfallenden.

Ich möchte auch zum Herz gleich die passende pulsierende Aorta aufzeigen: Die Gabel mit dem Kopf, der Schaft und die Gabelscheide, und nein wir befinden uns gerade nicht im Sexualkundeunterricht 😉

Die Verbindungen zu den einzelnen, hohlen und zylindrisch geformten Rohren schaffen sogenannte Muffen, um sich gemeinsam zum Herzstück des Rennradls formieren zu können. Die richtige Party steigt erst wenn sich das Unterrohr mit dem Sitzrohr und mit der Kettenstrebe beim Tretlagergehäuse treffen. Trörööö Party on, würde ich mal behaupten!

Egal ob Dein Rennradl aus Testosteron gesteuerten Stahl, Carbon oder Aluminum besteht, der Grundaufbau bleibt immer der gleiche, nur die Verbindungsmöglichkeiten variieren.

Piemont

Das Lenksystem

Die Liebe zueinander lassen den Lenker und dem Vorbau nur in einem Atemzug miteinander erwähnen. 

Der Lenker weist heiße Kurven auf, das man in jeder fahrenden Position auch die richtige Haltung findet. Wenn man es gerne sportlich und windschlüpfrig hätte liegt man fast im Untergriff, bei steilen Anstiegen ergreifst Du vorzugsweise die obere, mittlere Griffposition. Mit den eng umschlungenen Lenkerbändern verleiht man seinem Rennradl noch den besonderen Pfiff.  Mit dem Vorbau verhält es sich so wie mit Deinen Sport-BH`s, je nach Größe sollst du die richtige Länge des Vorbau`s wählen, um lästiges Zwicken und Zwacken Deines Gestells vermeiden zu können.

Der Steuersatz macht es erst möglich dass Du Rennradlmadl schneidig um die Kurve rasen kannst. Im Steuersatz oder auch Lenkungslager befindet sich das Kugellager. Die Gabel steht in einer harmonischen Verbindung zwischen Steuersatz und Steuerrohr, damit das Rennradl jeden Belastungen standhalten kann. 

Zum Schluss jeder Gabelscheide befinden sich die Ausfallenden, die die Verbindung zu Deinen ultracoolen Laufrädern schafft.

Mit dem richtigen Antrieb

Die perfekte Einheit mit dem Tretlager, Tretkurbel und Kettenblättern machen es erst möglich das Du voran kommst. Das Tretlager muss einigen Kräften trotzen und durch die Eigenschaft der Tretkurbel noch Hebelwirkungen Stand halten können. Das Tretlager kann ein Spiel überhaupt nicht leiden und möchte bitte sofort serviciert werden. Nichts mit der politischen Situation am Hut, hat die Rechte Tretkurbel fünf Arme, die eine Koalition mit den Kettenblättern eingeht. 

Wuhuiiii Hoch die Hände, die perfekte Welle bilden Tretkurbel und Tretachse. 

Das Kettenblatt liebt die Zweisamkeit, rar, aber doch hin und wieder erblickt man das seltene Exemplar von einem flotten Dreier. Die erste Frage am Stammtisch lautet oft: Welche Übersetzung fährst du? Nein, hier ist nicht die Funktion “Google Translate” gemeint, sondern gemeint sind die die Zähne die das Kettenblatt aufweist. Standard sind 53 und 38 Zähne und die kompakte Version sind 50 und 34 Zähne. Die Übersetzung ermöglicht Dir je nach Fahrsituation den richtigen Widerstand zu wählen. 

Nun zu hinten!

Der wunderschöne Zahnkranz besteht aus mehreren Ritzel die sich auf der Nabe hintereinander Reihen. Je nach Hersteller und Ausstattung bilden fünf oder sechs Zahnkränze eine Einheit. Die wunderschöne Melodie des Rennradls ermöglicht der Freilauf.

Um sich wirklich fortbewegen zu können, erklärt sich die Kette als Selbstverständlich. Um eine Überbelastung der Kette zu vermeiden, achtest Du immer, dass die Kette einen parallelen Verlauf zum Rahmen aufweist. Damit die hochkomplexe Lösung auch genutzt werden kann, Bedarf es noch einer Schaltung. Die Doppelfunktion der Schalt- und Bremshebel lassen Dich rasch auf die jeweilige Situation reagieren. Mittels Umwerfer wird quasi die Kette auf das richtige Kettenblatt geschubst.

Last but not least: Egal für welche Pedale Du dich entschieden hast, achte bitte auf die richtige Montage und Position der Platten, dein Knie wird es Dir danken 😉

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kurzen Überblick von einem Aufbau eines Rennradls verschaffen. Nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, könnten sich trotzdem Fehlerteufelchen eingeschlichen haben. Ich freue mich über eine Rückmeldung!

"Selbst ist die Frau und ran an die Ritzel!"
Anna-Maria
Rennradlmadl

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